Homey & Shelly im Neubau EFH?

Hallo liebe homey Community,

heute geht es um folgende Frage.

Ich habe meinen Altbau über die letzten Jahre relativ umfangreich mit Shelly-WiFi-Produkten ausgestattet – darunter auch Produkte der Pro-Serie auf der Hutschiene --, außerdem Nuki, UniFi, IKEA, SwitchBot usw. Ich bin damit super zufrieden und finde auch Homey ein klasse Produkt.

Nun geht es darum, einen Neubau für ein Einfamilienhaus zu planen. Mein ursprünglicher Gedanke war eigentlich, die komplette Smart-Home-Automatisierung von Anfang an mit der Shelly-Pro-Serie umzusetzen dann wieder homey mit anderer Hardware Gardena, und natürlich flows . was noch kommt, ebenso homey auf ein bis zwei Tablets an der wand falls das mittlerweile Sinn macht als steuerungbzu Schaltern zusätzlich, habe mich mit dem Dashboard die letzten 2 Jahre noch nicht befasst .

Allerdings versucht der Elektriker – wie vermutlich zu erwarten war – aktuell stark in Richtung KNX zu drängen. Wobei die Frage noch offen ist, ob es am Ende ein GU-Auftrag oder eine klassische Architekten-Ausschreibung wird.

Natürlich habe ich ein Stück weit das Gefühl, dass bei KNX die Marge für den Elektriker höher ist – das kennen wir vermutlich alle.

Was ich nun in den ersten Gesprächen gehört habe:

Bei KNX müsse „nur" die grüne Busleitung zusätzlich gelegt werden und preislich wäre das daher gar nicht so viel teurer.

Bei Shelly hingegen – und hier brauche ich eure Erfahrung – wäre es wohl so, dass man idealerweise überall Taster statt klassischer Wechselschalter verbaut. Außerdem müssten die Stromkreise wohl sternförmig zum Unterverteiler bzw. Hauptverteiler geführt werden., idealerweise alles in den Keller zum Hauptverwaltung

Beispiel Wohnzimmer:

Wenn dort drei oder vier Taster sitzen, würden jeweils Leitungen zum Verteiler laufen und von dort wiederum zur Lampe bzw. Deckenleuchte. Die Argumentation war daher, dass bei Shelly deutlich mehr Kabelmeter zusammenkommen und sich die Kosten gegenüber KNX dadurch fast wieder angleichen würden.

Daher meine grundsätzlichen Fragen an euch:

  • Haltet ihr die Shelly-Pro-Variante im Neubau langfristig für sinnvoll und „haltbar"?

  • Wenn es Shelly mal nicht mehr gibt habe ich ein Problem bla bla bla , aber es geht ja alles auch mit Schaltern außer dem gibt es auch andere herstellerndie gleich arbeiten… m.e

  • Muss wirklich alles sternförmig verkabelt werden?

  • Wie sind eure Erfahrungen mit Tastern im Alltag gegenüber klassischen Wippschaltern?

  • Was sollte man bei der Planung unbedingt beachten?

  • Würdet ihr eher mehrere Unterverteiler oder einen großen Hauptverteiler im Keller bevorzugen?

  • Hat jemand Erfahrungen mit einer nahezu vollständigen Shelly-Pro-Installation im Neubau?

Geplant wäre:

  • nahezu alles zentral über Hutschienenmodule (Shelly Pro Serie)

  • komplette Rollladensteuerung ebenfalls zentral über den Verteiler EG und OG! Da kommt ordentlich was zusammen

  • Homey als zentrale Logik/Visualisierung

  • UniFi-Netzwerk ohnehin vorhanden/geplant

Ich habe die Hardware grob überschlagen und komme aktuell auf etwa 6.000 € nur für Shelly-Hardware was m.e echt fair ist

Mich interessiert vor allem die praktische Erfahrung:

Wie hoch ist der tatsächliche Verkabelungs- und Installationsaufwand wirklich im Vergleich zu KNX?

Ergänzend noch wenn ich KNX je nehme ohne Programmierung, kann ich über homey und der KNX Schnittstelle alle Szenen über homey programmieren oder verstehe ich dies falsch?

Ich freue mich sehr auf eure Rückmeldungen und Erfahrungen., ebenso über jeden weiteren Tipp !

Vielen Dank!

Hallo Stefan.

Ich habe 2021 ein neues Haus gebaut. Kein Keller, aber Erdgeschoss, Erster Stock und Ausgebauter Dachboden. Elektriker hat nach meinem Wunsch das ganze Haus in Räume aufgeteilt. Z.b Wohnzimmer, Esszimmer und Küche haben für Licht einen Kreis. Stecker im WZ und EZ sind ein Kreis usw. Die Küche hat jede Steckdose einen Kreis. In jeder Lichtschalter Dose gibt es ein Kabel mit 3Volt Anschluss. Netzteil im Technikraum( MEAN WELL DDR-15L-3.3 Hutschienen-DC/DC-Wandler (DIN-Rail) 3.3 V/DC 4.5 A 15 W). Es gibt keine Leitung von Lichtschalter zu den Lampen. Die sind direkt an 230Volt. Ich verwende Philips HUE pro für die Lampen im ganzen Haus und Garten. Schalter sind verschiedene Zigbee verbaut. Mit 2-8 Tasten. Ohne Batterie, aber auf 3Volt Netzteil. Steckdosen hab ich die Fibaro Walli (Zwave) genommen. Bei auslösen des LS einer Steckdose bleibt das Licht vorhanden.

Ich kann in Homey jede Taste für Licht oder Steckdosen im Haus über Homey steuern odef programieren. Es läuft jetzt seit 2021 ohne ein Problem. Einzig der Homey wurde auf einen 2026 getauscht.

Vielleich auch eine Überlegung wert bei dir.

Danke für die Nachricht. Ich war eher bei Shelly pro komplett. Wenn ich KNX hätte verstehe ich das richtig dass ich alles was in KNX über das Bus Kabel verkabelt ist über homey angesteuert werden kann. Also muss ich 0 Szenen über den Elektriker programmieren lassen und kann alles über homey machen? Auch wenn ich dann den Taster drücke 2x kurz passiert Z.b Rollo geht hoch oder muss das der Elektriker machen und das geht nicht über Homey ?

Mein Elektriker wollte mir auch KNX einreden. Hab ich aber abgelehnt. Habe daher selbst keine idee wie KNX in Homey funktioniert. Aber ein Nachbar hat KNX (ohne Homey) und sagt, dass mein System viel einfacher und besser ist.

Meine voraussetzung war, dass ich einfach auch auf ein anderes System wechseln kann. Deswegen bin ich auf funk gegangen.

Deine Verkabelungsidee sternförmig alles in den Verteilerschrank zu legen und dann mit Shellys zuschalten ist sehr ungewöhnlich. Du legst ja schon alle Kabel die auch für KNX benötigt werden. Dein Elektriker hat Recht zusätzlich ist für KNX nur noch die Steuerleitung erforderlich. Du benötigst aber immer einen KNX-Bus Schalter. Baumarktschalter funktionieren nicht !
Die Shelly´s sind zwar im allgemeinen nicht schlecht aber das kabelgebundene Netz ist viel ausfallsicherer.