LG verbindet ThinQ Claw mit dem Homey-Ökosystem
LG zeigt zur IFA eine neue Ausbaustufe seines AI Home. Im Zentrum steht ThinQ Claw, ein textbasierter Assistent, der nicht nur einzelne Befehle verstehen, sondern Absicht und Zusammenhang einer Anfrage berücksichtigen soll. Dafür verbindet er Haushaltsgeräte, Umgebungsdaten und externe Dienste wie Kalender.
Als Beispiel beschreibt LG eine Situation, in der Nutzer Gäste erwarten. ThinQ Claw könnte passende Küchengeräte vorbereiten oder weitere verbundene Dienste koordinieren. Vor der Heimkehr soll der Assistent außerdem Temperatur und Luftqualität berücksichtigen und daraus Vorschläge für die angeschlossenen Geräte ableiten.
Die technische Grundlage des herstellerübergreifenden Teils bildet Homey. LG hatte das dahinterstehende Unternehmen Athom 2024 übernommen und verwendet die Plattform nun als Basis seines offenen AI-Home-Ökosystems. Dadurch muss sich die Steuerung nicht auf Fernseher, Klimageräte und Haushaltsgeräte von LG beschränken, sondern kann grundsätzlich auch Produkte anderer Marken einbeziehen.
Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Energiemanagement. LG demonstriert das Zusammenspiel von intelligenten Stromzählern, Solaranlagen, Batteriespeichern, Elektroauto-Ladepunkten und Haushaltsgeräten. In Verbindung mit dynamischen Tarifen könnten größere Verbraucher bevorzugt in Zeitfenstern mit niedrigeren Strompreisen arbeiten.
Noch bleibt ein großer Teil davon eine Messevorführung. LG nennt weder einen allgemeinen Veröffentlichungstermin für ThinQ Claw noch eine vollständige Liste der unterstützten Länder, Geräte und Dienste. Ebenso fehlen konkrete Angaben dazu, welche persönlichen Informationen lokal verarbeitet werden, was in die Cloud gelangt und wie lange der Assistent erlernte Vorlieben speichert.
Für Homey-Nutzer ändert sich dadurch zunächst nichts. Relevant wird die Verbindung erst, wenn LG konkrete Funktionen verteilt und erklärt, welche bestehenden Homey-Installationen davon profitieren. Bis dahin zeigt die Demonstration vor allem, welche Rolle Homey innerhalb der langfristigen Plattformstrategie des Konzerns übernehmen soll.